Heißgeist Showing / Foto Miriam Stanke
Heißgeist Showing / Foto Miriam Stanke

heißgeist

von Ruben Mardullier

Ab dem 9. März starten wir mit  Ruben Mardulier in das vorerst letzte Experiment gegen die Kälte. Der belgische Künstler und Performer, der an der Akademie für Zirkus und Performance Kunst in Tilburg studierte, wird exklusiv für das EinTanzHaus nach Möglichkeiten suchen unsere Fragen nach der Winternutzung des Raumes künstlerisch zu beantworten. Vielleicht wird er die Körperwärme der Menschen psychologisch steigern oder als Gefährte auf dem Schoß sitzend. Wie man es von ihm kennt, wird das sicher mit einem Augenzwinkern und viel absurder Komik sein und seinem Credo gerecht werden: Jede Premiere ist eine Dernière.

Freut Euch also auf das Ergebnis seiner Recherche am 19. März um 20 Uhr.

Über die Reisdenzen gegen die Kälte:

Mit einer Ausschreibung haben wir Künstler*innen dazu aufgerufen, uns ihre Ideen gegen die Kälte zu schicken - bezogen auf die winterlichen Temperaturen in unserem Kirchengebäude, aber auch auf die zunehmende gesellschaftliche Kälte unserer Zeit. Wir sind überwältigt von den vielen Konzepten, die uns aus ganz Deutschland und weit darüber hinaus zugeschickt wurden. Ab Februar begrüßen wir ganz unterschiedliche Künstler*innen von Belgien bis in die Schweiz. Sie bringen ihre Arbeiten mit oder erarbeiten sie direkt vor Ort und Ihr seid eingeladen, die Ergebnisse, aber auch die Zwischenschritte zu besuchen. Das wird spannend und wir freuen uns sehr auf diese Experimentierzeit und die damit verbundenen Begegnungen.

Über den Künstler:

Ruben Mardulier (geb. 1993 in Tienen) ist ein Multimedia-Künstler mit Zirkus-Hintergrund, der in den Bereichen Performance, Video, Installation arbeitet und zu kurzlebigen Aktionen forscht. Er schloss 2015 sein Studium an der Akademie für Zirkus- und Performancekunst in Tilburg ab und war Mitbegründer des Künstlerduos Mardulier en Deprez (2016-2022), mit dem er die Rolle des Zirkuskünstlers und alltägliche Umgebungen durch absurde und performative Interventionen erforschte. Seit 2022 entwickelt Mardulier eine unabhängige künstlerische Praxis, in der Konzepte aus Beobachtung, Dialog und spezifischen Kontexten entstehen. Er produziert etwa vierzig Kunstwerke pro Jahr und tourt nicht mit seinen Werken: Jede Premiere ist gleichzeitig eine Dernière, wodurch der Prozess gegenüber dem Ergebnis in den Vordergrund gestellt wird. Seine gesamte Praxis wird sorgfältig dokumentiert und in einem wachsenden analogen Archiv gesammelt.

Mit:

Konzept, Regie und Darsteller Ruben Mardulier Künstlerische Beraterin und mögliche Gast-Performerin Serena Pieters

Gefördert durch:

In den Wintermonaten recherchieren wir gemeinsam mit verschiedenen Menschen und Formaten wie wir das Winterprogramm verbessern können. Diese Recherchen werden gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.