
Wasted Hymn
von Mike Planz
Was bleibt, wenn das Halten endet? Wenn Haut an Haut nicht mehr schützt, sondern fordert? Wenn man sich festkrallt im Anderen, aus Angst vor dem Moment danach?
Wasted Hymn bewegt sich im Unklaren. Dort, wo Nähe drückt. Wo Berührung kippt, sich festsetzt, Spuren hinterlässt. Haut an Haut wird Fläche und Widerstand zugleich. Etwas sucht Halt, etwas will nicht loslassen. Es geht um Zustände des Verharrens. Um Körper, die sich aneinander binden, um nicht zu fallen. Um Spannung, die nicht aufgelöst wird, sondern sich verdichtet. Was geschieht, wenn Loslassen zu spät kommt? Was formt sich aus dem Festhalten? Zwischen Stillstand und Bewegung öffnet sich ein Raum, der rau bleibt. Ein Raum, in dem Nähe nicht tröstet – und in dem dennoch etwas bleibt.
Über Mike Planz:
Mike Planz, geboren in Düsseldorf, lebt und arbeitet in Mannheim. Seine Ausbildung absolvierte er am Ballettförderzentrum Nürnberg sowie an der Dance Professional Mannheim. Seit 2019 verbindet er urbanen Tanz mit zeitgenössischen Elementen zu einer eigenen choreografischen Handschrift. Im Zentrum seiner Arbeit steht der Körper als Resonanzraum für Spannung, Erinnerung und Übergang. Er arbeitete mit zahlreichen Choreograf*innen der freien Szene und zeigte eigene Arbeiten wie Nexus und Stille spricht auf Festivals und in unterschiedlichen Spielräumen.
Mit:
Choreografie Mike Planz Musik Kasia Kadlubowska Tanz Kevin Albancando, Sade Mamedova, Mareike Villnow Text Catherine Guerin Dramaturgie/Outside Eye Julie Pécard Fotografie Maria Schumann
Gefördert durch:
Die Produktion wird durch die Stadt Mannheim gefördert und unterstützt vom EinTanzHaus Mannheim. Entstanden durch das Projekt What Remains, gefördert durch 4+Exchange mit einem 2-wöchigen Arbeitsaufenthalt im CON Bamberg.