mpower urban - IN[SIGHT]OUT Festival
zwei Performances ein Abend mit Valentin Alfery und Annalïsa C.
Mit dem IN[SIGHT]OUT Festival ist mpower urban zum dritten im EinTanzHaus zu Gast. Im Zentrum steht urbane Tanzkunst - nicht nur als Szene- oder Bühnenformat, sondern als eigenständige künstlerische und gesellschaftlich relevante Praxis. Tanzkünstler*innen, Newcomer*innen und Laien kommen zusammen, vernetzen sich und zeigen unterschiedliche Stile, Ideen und Wege, mit Tanz zu arbeiten. Alle Termine im EinTanzHaus und an anderen Orten findet Ihr weiter unten.
Am Samstag erlebt Ihr einen Abend mit zwei unterschiedlichen Stücken.
GOOD FOR YOU Valentin Alfery ist ein Solo über stereotype Verhaltensweisen und darüber, wie Wahrnehmung manipuliert werden kann. Ausgehend von Prinzipien verschiedener Street- und Clubstyles arbeitet die Performance mit Illusion, Wiederholung, Fokusverschiebung und körperlichen Täuschungen. Bewegungen, Gesten, Handzeichen und gesprochene Sprache erzeugen Situationen, in denen sich Bedeutung immer wieder verschiebt und die Wahrnehmung des Publikums bewusst in unterschiedliche Richtungen gelenkt wird.
FACE ME von Annalïsa C. ist ein multidisziplinäres Solo, das Emotionen als Energie in unserem Körper erforscht – etwas, das nicht zerstört, sondern nur umgewandelt werden kann. Etwas, das wir in unserer menschlichen Erfahrung spüren müssen. Durch Bewegung, Klang, Licht und eine 3D-Installation wird eine immersive Umgebung geschaffen, in der Körper und Raum einen Transformationsprozess durchlaufen. Die als Ritual konzipierte Performance ist Teil einer fortlaufenden Untersuchung darüber, wie persönliche Erfahrungen verkörpert und in Bewegungsenergie übersetzt werden können. FACE ME lädt dazu ein, zu spüren, was in uns bewegt, ohne es benennen oder definieren zu müssen – und zu entdecken, wie diese Energie angenommen und umgewandelt werden kann.
ÜBER:
Das Festival IN[SIGHT]OUT versteht urbane Tanzkunst nicht allein als Szene- oder Bühnenformat, sondern als eigenständige künstlerische und gesellschaftlich relevante Praxis. Im Zentrum stehen die künstlerischen Positionen, Arbeitsweisen und Perspektiven von neun internationalen urbanen Tanzkünstler*innen. Gleichzeitig öffnet das Festival Räume für künstlerische Teilhabe und bindet semiprofessionelle Tanzkünstler*innen, Newcomer und Laien aus Baden-Württemberg aktiv in künstlerische Prozesse ein. Das Programm macht seine Fragestellungen in unterschiedlichen künstlerischen und diskursiven Formaten erfahrbar: von Lecture Performances und Research Expositions über Workshops und Work-in-Progress Insights bis hin zu immersiven Tanzformaten und Bühnenproduktionen.
MPOWER URBAN:
Die Initiative mpower urban wurde 2023 von Urban So(ul)ciety e.V. ins Leben gerufen, um Tanzkünstler*innen aus der Club- und Streetdance Community in Baden-Württemberg zu empowern. Ziel ist es, künstlerische Arbeitsweisen im Kontext der Bühne zu vermitteln und den Zugang zu einem professionellen Arbeitsumfeld zu erleichtern. mpower urban stärkt Kunstschaffende mit autodidaktischen Bildungswegen und bietet ihnen eine Plattform, sich stärker zu vernetzen und ihr Arbeit sichtbarer zu machen. Im EinTanzHaus findet das Festival in diesem Jahr zum dritten Mal statt.
Rahmenprogramm an anderen Orten:
Donnerstag 22.10.26
Donnerstag 22.10.26
GET IN [SIGHT] - offene Tanzsession
18:00-22:00
Café Jugendkulturzentrum forum, Neckarpromenade 46, 68167 Mannheim
Hustle Dance Workshop und Try Out mit Amandip Singh
Mista T spielt Musik für eine Offene Tanzsession
Eintritt frei
Samstag 24.10.26
NIGHT [OUT]
Club night mit special performances
21:00-24:00 Uhr
im Club Jugendkulturzentrum forum, Neckarpromenade 46, 68167 Mannheim
DJs: Mista T und Jelly Jam
Eintritt: Abendkasse (Spendenbasis)
Sonntag 25.10.26
WORK IN [SIGHT]
Netzwerken, austauschen, lernen, teilen
10:00-15:00 Uhr
Kaisergarten, Zehntstr. 28, 68169 Mannheim
10:00-11:00 Uhr community café - exchange
11:00-13:00 Workshops
„Narben und Namen“ mit Kadir „Amigo“ Memis
Der Workshop verbindet Graffiti mit der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Körper und der kulturellen Bedeutungen von Namen. Insbesondere „Scratchiti“ (das Einritzen und Kratzen von Symbolen in Oberflächen) und die von Amigo entwickelte Tanzschrift „urban calligraphy“ werden interaktiv angewendet um soziale Ungerechtigkeiten zu thematisieren und die Stimmen marginalisierter Menschen sowie persönliche Erinnerungen sichtbar zu machen. Der Körper wird dabei zum Archiv, in dem jede Narbe eine Geschichte erzählt – Vorkenntnisse im Tanz sind nicht erforderlich.
"Extended Borders" mit Andrea Böge
Im Mittelpunkt des Workshops steht die Frage, wie sich emotionale Ausdrucksformen durch urbanen Tanz vermitteln und in einen Bühnenkontext übertragen lassen. Über verschiedene Herangehensweisen wird der urbane Bewegungsraum geöffnet, erweitert und mit Genre übergreifenden Formen verbunden. Urban Dance wird dabei nicht als festgelegte Form verstanden, sondern als lebendige Bewegungssprache, die sich an neue Kontexte anpassen, mit anderen Genres verschmelzen und dadurch über ihre ursprünglichen Grenzen hinaus bewegen kann.
"Waacking Theater Lab" mit Enting Zhang
Waacking entstand als Tanzstil in den Underground-Clubs von L.A. in den 70ern in der Afro- und Lateinamerikanischen LGBTQ Community. Im Workshop thematisieren wir das kreative Schöpfen verbunden mit dem Bedeutungskontext von Waacking. Wir gehen auf stilistische Perspektiven ein, die den Mut zur Anpassung und Abweichung der eigenen Bewegungssprache herausfordert. Der Open-Level Workshop führt durch Entings eigene Practices und weiteren Impulsen, wie mit Waacking für Bühnenkontext gearbeitet werden kann
> Infos und Anmeldung für die Workshops an projectmpower@gmx.de
13:30-15:00 UNDERDOG ISSUES - Talk mit Iman aka Honest, Andrea Böge, Raphael Moussa Hillebrand und Publikum
Der Talk schafft einen Austausch über die Erfahrungen urbaner Tänzer*innen mit (Theater-/ Kulturinstitutionen. Im Fokus stehen Zugänge, Teilhabe, Machtverhältnisse und die Dekolonisierung /Migrationssensibilität institutioneller Strukturen.
Gemeinsam wird diskutiert, welche Barrieren bestehen oder schon überwunden werden, welche Perspektiven der urbane Tanz einbringen kann und wie Theater/Museen/Galerien etc. ihre Strukturen nachhaltig für vielfältige und marginalisierte Perspektiven öffnen können.
Mit:
GOOD FOR YOU von und mit Valentin Alfery
Choreografie & Performance: Valentin Alfery / Dramaturgie: Lou Cope / Kostüm: Caterina Politi / Musik: Manuel Riegler / Performance Coaching: Jana Dünner
FACE ME von und mit Annalïsa C.
Konzept, Choreografie & Performance: Annalïsa C. / Wolf Visual Design & Lighting Collaboration: Carla Seidemann / Original Music: Oskar Billy Hempen, Linky Larson / Kostüm & Bühnenbild: Elin Visser / Produced by: SoulCypher, Conveydance 2026
Gefördert durch:
Stadt Mannheim Kulturamt und Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e.V. (LaFT BW), der gefördert wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
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