Alexandra Bachzetsis

Alexandra Bachzetsis

Alexandra Bachzetsis ist Choreografin und bildende Künstlerin und lebt in Zürich (CH). Ihre Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Tanz, Performance, bildender Kunst und Theater und schafft eine Verschmelzung der Räume, in denen sich der Körper als künstlerisches und kritisches Instrument manifestieren kann. Dieser grundlegend interdisziplinäre Ansatz spiegelt sich in ihrem Bildungshintergrund wider. Sie studierte und absolvierte das Zürcher Kunstgymnasium (CH), die Dimitrischule in Verscio (CH) sowie das Performance Education Program am Kunstzentrum STUK in Leuven (BE) und setzte ihr Studium anschließend auf Postgraduiertenebene am Zentrum für fortgeschrittene Forschung in Theater- und Tanzwissenschaften „Das Arts“ in Amsterdam (NL) fort. Während dieser Ausbildungsjahre begann Bachzetsis als Tänzerin im Bereich des zeitgenössischen Tanzes und der Performance zu arbeiten und arbeitete unter anderem mit Sasha Waltz & Guests (Berlin) und Les Ballets C. de la B. (Gent) zusammen. Zusammenarbeit, Transfer und eine Pluralität von Stimmen und Körpern prägen seitdem Bachzetsis’ Arbeit und werden in ihrer Praxis oft als Methode zur Entwicklung neuer Arbeiten thematisiert.


Ein Großteil von Bachzetsis’ Arbeit befasst sich mit Choreografien des Körpers und konzentriert sich darauf, wie die Populärkultur Ausgangsmaterial für Gestik, Ausdruck, Identifikation und Begehren liefert, während wir unseren Körper und die Art und Weise, wie wir uns durch ihn identifizieren, ständig neu erschaffen und neu definieren. In diesem Zusammenhang untersucht sie die gegenseitige Beeinflussung zwischen dem Einsatz von Gestik und Bewegung in „populären“ oder „kommerziellen“ Genres einerseits (Online- und Social Media, Mode, Videoclips, Fernsehen usw.) und in den „Künsten“ andererseits (Ballett, moderner und zeitgenössischer Tanz, Fotografie, Performance usw.). Für Bachzetsis führt die Beziehung zwischen diesen unterschiedlichen Formen und Genres zu einer Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper und seinem Transformationspotenzial. Letztendlich ist die Art und Weise, wie wir alle unsere Körper und uns selbst inszenieren – durch Stereotypen und Archetypen, durch Wahl und Klischee, durch Arbeit und Spektakel – eine Frage, die das Werk von Bachzetsis weiterhin prägt.


Seit Bachzetsis 2001 begann, selbstständig zu arbeiten, hat sie über 30 Stücke geschaffen, die in Theatern, auf Festivals und an öffentlichen Orten auf der ganzen Welt gezeigt wurden. Darüber hinaus wurden ihre Arbeiten in einer Vielzahl von Räumen für zeitgenössische Kunst und Museen ausgestellt.

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